Zurück in Nelson – Neuseeland

Nelson – Neuseeland

Nun war es also soweit, endlich war ich wieder in Nelson (Neuseeland) angekommen. Vor 4 Jahren hatte ich das letzte mal diese traumhafte Stadt besucht und während meines Studiums in Deutschland immer wieder davon geträumt hierher zurück zukehren.
Und jetzt war ich da, Glücksgefühle überkamen mich
Zugegeben hatte ich dann doch ein sehr mulmiges Gefühl, als ich den Flug nach Neuseeland gebucht habe. War es vielleicht alles nur ein rosaroter Backpacker-Traum der mir so gut in Erinnerung geblieben ist. Ich dort einfach einen guten Zeitpunkt erwischt habe – Die richtigen Leuten zur richtigen Zeit getroffen habe und sich jetzt aber alles verändert hat.
Ich hatte große Angst meine schönen Erinnerungen zu zerstören, Zweifel bauten sich zunehmend auf, ob dich diese Reise tatsächlich antreten sollte oder ob es doch besser sei dieses Kapitel als eine wundervolle Erfahrung abzuspeichern und nicht wieder anzutasten.

Sonnenuntergang vor der Haustür von meinem Hostel

Doch ich entschied mich mein Traumland und vor allem meine Traumstadt Nelson wieder zu besuchen. Und jetzt war ich da – Glücksgefühle überkamen mich. Ich fühlte die Wärme und Gelassenheit, welche man als Kind in den Armen seiner Eltern empfindet. Als ich vor 6 Jahren das erste Mal mit meinem kleinen Backpackervan hier ankam, kam in mir sofort eine starke Verbundenheit und Wohlempfinden hoch. Zu dieser Zeit war ich Vogelfrei, lebte in meinem Van und plante nicht viel. Ich wusste nur eins – dieser Ort war etwas ganz besonderes, hier musste ich länger bleiben.

Ein paar Tage zuvor lernte ich damals auf einem Festival in der Nähe Max, Philipp und Nico kennen. Sie waren hier in Nelson in einem Working Hostel untergebracht und arbeiteten seit ein paar Wochen auf einer Gemüsefarm. Arbeit konnte ich zu dieser Zeit ebenfalls sehr gut benötigen, so checkte ich ebenfalls in das Working Hostel „Costumhouse“ ein und begab mich auf die Suche nach einem Job. Ich fühlte mich einfach nur Zuhause und angekommen! Nach einiger Zeit fand ich ebenfalls Arbeit auf einer Apfelfarm und die Gemeinschaft in dem Working Hostel wuchs zu einer großen und bunten Backpacker Familie zusammen. Hier kümmerte sich Jeder um Jeden, nach der Arbeit ging man zusammen zum Strand und kochte am Abend zusammen. Ich besaß zu der Zeit nicht viel, verkaufte zu beginn meinen Van und sparte all mein Geld für die weitere Reise. Jedoch war wohl eine der schönsten Zeiten in meinem Leben.

Haven Street. Straße in der sich das Costumhouse befindet.

Und nun, ja nun stand ich wieder vor dem Hostel, 6 Jahre später… Eine Mischung von Aufregung, Nervosität und Freunde strömte durch meinen Körper, das Gefühl kaum zu beschreiben!
Würde mich der Hostelbesitzer Marcus denn überhaupt noch erkennen? Vielen Jahre sind vergangen nach dem wir uns das letzte Mal gesehen hatten. Täglich checkten hier neue Backpacker ein, da kann man nach solch einer Zeit leicht ein paar Gesichter vergessen. ,,Ok das reicht nun!“ ich hörte auf nach zu denken und schreitete langsam zur Eingangstür des Hostels.

Eingangsbereich Costumhouse

Mit jedem Schritt kamen Erinnerungen hoch. Noch ein paar Meter bis zur Tür, durch das Fenster sah ich bereits Marcus. Er saß an an der Rezeption und unterhielt sich mit einem frisch angekommenen Gast. Als ich durch die Eingangstür trat schaute er mich an, sofort machte sich ein breites Grinsen in seinem Gesicht breit. ,, Long time no see“ sagte er mit freudiger Stimme und gab mir eine herzliche Umarmung.

Mein Hostelbett 🙂

Da hatte er recht, lange, viel zu lange hatten wir uns nicht mehr gesehen und viel zu lange war ich von diesem wundervollem Ort fern gewesen. Marcus fragte in welches Zimmer ich gehen wollte und gab mir den Schlüssel. ,, Welcome home, we will catch up later, you know where everything is“. Entschuldigte er sich bei mir und wandte sich wieder zu dem neu angekommenen Gast.

Essbereich im Hostel

Ja willkommen Zuhause! In diesem Moment war wirklich alles perfekt! Ich brauchte nichts weiteres. Einfach nur hier zurück angekommen zu sein, den Moment genießen und alles auf mich wirken lassen.
Erstaunlich wie einfach Glück sein kann!

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